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Thesen zur Evangelisierung

  • Der Kirche laufen massenweise die Leute weg, vor allem Jugendliche und junge Familien. Personaleinsatz müsste deshalb vor allem dort geschehen, wo beide ihre Lebenswelten haben: in Kindergärten, Jugendeinrichtungen Schulen und in der virtuellen Welt des Internet.
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  • Es wäre viel gewonnen, wenn die Kirche und ihre Theologie Antworten aus dem Glauben auf Fragen geben könnte, die die Menschen wirklich bedrängen. So lange wir Antworten produzieren auf Fragen, die niemand stellt, kann Evangelisierung nicht gelingen.
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  • Evangelisierung kann nur gelingen, wenn in Gemeinden ein Klima herrscht, in dem Menschen sich ernst nehmen und annehmen, in ihrer tatsächlichen Lebenssituation. Es gibt kaum ungebrochenes und unverletztes Leben.
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  • Evangelisierung erfordert eine Vielfalt von Zugangswegen und einen Abschied von der Uniformität der Gemeinden. Unterschiedliche Menschen aus unterschiedlichen Milieus in unterschiedlichen Gruppen brauchen auch unterschiedliche Gemeindeformen.
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  • Evangelisierung erfordert den Abschied von volkskirchlichen Omnipotenzphantasien. Kirche ist nicht mehr die sinngebende Kraft der Gesellschaft, sondern ein Anbieter von Lebenssinn unter vielen. Diese Marktsituation erfordert andere Formen und Verhaltensweisen als die ehemalige Monopolsituation in der christentümlichen Gesellschaft.
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  • Inkulturation ist die Voraussetzung für Evangelisierung.
    Leider spricht man von Inkulturation meist nur im Zusammenhang mit den "Missionsländern": In Afrika muss ein afrikanisches Christentum entstehen.
    Bei uns müsste sich das Christentum in die Postmoderne inkulturieren. Gedankenwelt, Sprache, Gehabe und Musik unserer Kirche sind mittelalterlich und bedürfen dringend der Inkulturation.
    Wer glaubt denn allen Ernstes, man könne Menschen, deren Lebengefühl und deren Ausdruckswelt geprägt sind durch Hipphopp und Hardrock, Handy und Fast Food, Dolby Surround und Wellness, mit mittelalterlichen Kirchenliedern und einem Halleluja im 6. Ton begeistern?