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Predigten mit Legematerial

Allgemeines

Bei den Legepredigten gestalten die Kinder mit passendem Material auf dem Boden ein Bild zum Thema. Diese Art von Predigt hat den Vorteil, daß die Kinder selbst von Anfang an kreativ an der Erarbeitung des Themas beteiligt sind. Und zwar sind es nicht nur einige auserwählte Kinder, die sich beteiligen, wie etwa bei der Arbeit mit der Flanelltafel, sondern alle Kinder.

Dadurch, daß sie körperhaft, mit all ihren Sinnen, in die Erarbeitung des Themas einbezogen sind, wird für sie die biblische Botschaft zum Erlebnis.

Gleichzeitig wird aber auch die Grenze dieser Art von Vermittlung deutlich. So etwas kann man nur mit einer kleineren, überschaubaren Gruppe machen. Für große Gottesdienste eignet sich diese Methode nicht.

Für eine Predigt mit Legematerial sind außerdem Zeit und Ruhe vonnöten. Stellen Sie sich vor, sie sollten mit 20 Kindern aus Pappstreifen, Muggelsteinen, Papierservietten und Tannenzweigen einen großen Weihnachtsstern legen. Dazu bedarf es einiger Zeit und auch einiger Ruhe, wenn das Ergebnis auch schön sein soll. Hetze schadet der Legepredigt. Man wird sie also auch kaum an einem Sonntagmorgen anwenden, wenn ein Kindergottesdienst nur schnell zwischen zwei Erwachsenengottesdienste eingeschoben ist.

Am günstigsten ist es, wenn die Kinder, die zusammen ein Bild legen sollen, sich auch schon gegenseitig kennen. Die Zusammenarbeit wird dadurch erleichtert.

Legepredigten eignen sich für den Kleinkindergottesdienst besonders gut aus folgendem Grund: Was sich in einer Legepredigt abspielt, spielt sich auf der Ebene der Kinder ab. Kinder leben ja sowieso in einer Welt, die mit all ihren Gegenständen ganz auf die Erwachsenen zugeschnitten ist. Deswegen bewegen sich Kinder sehr viel auf dem Boden. Sie spielen auf dem Boden, bauen ihre Sachen auf dem Boden auf. Denn um am Tisch zu spielen, müssen sie schon auf einen Stuhl klettern, und das kann auf die Dauer ganz schön beschwerlich sein. Es nützt also wenig, mit den Kindern über einen Adventskranz zu sprechen, der in vier Meter Höhe von der Kirchendecke herunterhängt. Der ist für sie meilenweit entfernt.

Man muß dafür sorgen, daß ein Adventskranz sich auf der Ebene der Kinder befindet. Und das kann man zum Beispiel dadurch erreichen, daß man mit den Kindern auf dem Boden einen Adventskranz legt.

Anwendungsmöglichkeiten

Die Legepredigt eignet sich zum einen dazu, Geschichten zu gestalten. So wie die Geschichte wächst, wächst auch das Bild, das die Kinder dazu legen. Zwar wird die durchgehende Spannung der Geschichte abgebaut, wenn sie immer wieder unterbrochen wird, um das Bild zu vervollständigen. Aber die Kinder sind so körperhaft in das Geschehen einbezogen, daß man dies in Kauf nehmen kann.

Man kann aber auch mit Legematerial Symbole und Sachverhalte mit den Kindern meditieren. So etwa das Wachsen, indem eine Pflanze vom Samen über Keimlinge bis hin zur vollen Blüte gelegt wird. Oder man kann mit Hilfe eines Weihnachtssterns darüber meditieren, daß Jesus unsere Welt hell macht.

Je kleiner die Kinder sind, desto einfacher müssen die Bilder sein, die gelegt werden. Kleine Kinder haben noch nicht ein so großes Gestaltungsvermögen. Außerdem tun sie sich in der Zusammenarbeit schwerer als größere Kinder. Mit größeren Kindern, etwa im Grundschulalter, kann man schon sehr differenzierte Gebilde legen.

Zur Technik

Als Legematerial kann man alles verwenden, was dem jeweiligen Predigtziel angemessen ist. Nach Möglichkeit sollte man Material verwenden, an das man ohne große Schwierigkeiten und ohne viel Aufwand herankommt: Seil, Pappe, Steine, Rhythmiktücher, Tonpapierstreifen, Servietten, Zweige, Muggelsteine

Es können auch eigens für ein Bild Figuren oder Elemente von Figuren aus Pappe gebastelt werden.